Kerstin fragt – Interview mit Kinderpflegedienst Tinkerbell

Kerstin – selbst betroffen von einer neurologischen Krankheit – stellt Fragen, die sich viele stellen! Ein Format, was aufklären soll, Antworten geben soll und uns allen Einblick gibt in den Alltag von Personen mit neurologischen Krankheiten oder deren Angehörigen.

Kerstin fragt: Wenn eine Familie einen Pflegedienst sucht – haben Sie Kapazitäten frei oder gibt es Wartezeiten?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten.

In der Regel höre ich mir zunächst genau an, um welche Art der Versorgung und Unterstützung es geht. Anschließend versuche ich gemeinsam mit den Eltern – telefonisch, bei ihnen zu Hause oder auch in der Klinik – eine passende Lösung zu finden.

Ob mein Team die Pflege übernehmen kann, hängt maßgeblich vom gewünschten Stundenumfang sowie von der Genehmigung der Kranken- bzw. Pflegekassen ab.

Wenn zum entsprechenden Zeitpunkt Kapazitäten frei sind, steht einer Übernahme nichts im Wege. Sollten Kapazitäten erst in einigen Wochen oder Monaten frei werden – beispielsweise weil eine laufende Versorgung endet – ist auch ein späterer Beginn möglich, sofern dies für die Familie zeitlich passt.

Leider kommt es jedoch auch vor, dass wir eine Versorgung aufgrund fehlender Kapazitäten nicht annehmen können. Es bringt nichts, eine neue Betreuung zu starten und dadurch bei bereits versorgten Patienten Lücken im Dienstplan entstehen zu lassen. Das würde sowohl bei den Familien als auch im Team zu Unzufriedenheit führen.

In solchen Fällen sage ich schweren Herzens ab, biete aber an, mich zu melden, sobald Kapazitäten frei werden, oder vermittle Kontakte zu anderen Pflegediensten.

 

Kerstin fragt: Wofür kann der Dienst eingesetzt werden?

Wir sind ein Intensivpflegedienst und verfügen über entsprechende Verträge mit den Krankenkassen. Das bedeutet, wir erbringen vor allem Behandlungspflege, die im Vorfeld von den Krankenkassen genehmigt werden muss.

Darüber hinaus führen wir die viertel- bis halbjährlichen Pflegeberatungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI durch, die bei Vorliegen eines Pflegegrades gegenüber den Pflegekassen nachgewiesen werden müssen.

Wir betreuen unsere Patienten in ihrem Zuhause – bei Bedarf bis zu 24 Stunden am Tag. Außerdem begleiten wir sie in die Schule oder in den Kindergarten – teilweise über viele Jahre hinweg.

 

Kerstin fragt: Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Derzeit besteht unser Team aus 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit.

 

Kerstin fragt: Welche Ortsteile bzw. Bereiche decken Sie ab?

Wir versorgen unsere Patienten im gesamten Zollernalbkreis, im Kreis Sigmaringen sowie in Teilen der Landkreise Reutlingen und Tübingen. In der Vergangenheit hatten wir auch Versorgungen im Schwarzwald.

 

Kerstin fragt: Arbeiten Sie auch mit tierbegleitenden Maßnahmen?

Eine tiergestützte Therapie bieten wir selbst nicht an. Wir empfehlen diese Form der Unterstützung jedoch gerne unseren Familien und begleiten sie auf Wunsch auch dorthin.

 

Kerstin fragt: Gibt es Patienten, die Sie von Geburt an betreuen bzw. begleiten?

Ja, wir haben bereits mehrere Kinder von Geburt an beziehungsweise direkt nach der Entlassung aus der Klinik betreut. Manche begleiten wir über viele Jahre hinweg – wir unterstützen sie im Alltag, begleiten sie in den Kindergarten und später in die Schule.

Einige dieser Kinder sind praktisch mit uns groß geworden – das ist etwas ganz Besonderes für uns.

 

 

Danke für Ihre Antworten, Frau Alker!

Sie wollen mehr erfahren oder suchen selbst nach einem geeigneten Pflegedienst für Ihr Kind?
Hier geht's direkt zum Kinder-Intensiv-Pflegedienst Tinkerbell.